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VSD20 - Very Simple D20

Das vereinfachte Rollenspielsystem für den W20


Rollenspielsysteme gibt es wie Sand am Meer.
Braucht man da wirklich noch ein weiteres?

Die Frage ist durchaus berechtigt, und die Antwort lautet: "Kommt drauf an!"

Ich habe mir viele Spielsysteme angesehen und getestet. Dabei stellte ich schnell fest, dass fast alle Systeme in eine dieser beiden Kategorien fallen:

Simulierte Realität

Manche Regelwerke versuchen, eine vollständige, fiktive Realität mathematisch und/oder logisch zu simulieren - was dann zwangsweise auf hunderte Seiten an Regelwerk mit zahllosen Tabellen hinausläuft, die kaum noch verständlich sind. Selbst mit erfahrenen Spielern wird die Runde häufig unterbrochen, um über Regelfragen zu diskutieren oder Details nachzuschlagen. Das ist meiner Erfahrung nach äußerst ermüdend - und es bedarf schon eines wirklich guten Spielleiters, das Problem des "Herumreitens auf Regeln" im Zaum zu halten.

Action-Spiele

Vor allem Brettspiele konzentrieren sich mehr oder weniger auf die Simulation von Kämpfen und geben dem Spieler kaum Möglichkeiten, frei zu handeln. Auch wenn es sich bei dem Regelwerk nicht explizit um ein Brettspiel handelt, kann von einem echten "Rollenspiel" - welches neben dem Kampf eben auch andere Aktionen oder Dialoge ermöglichen sollte - kaum die Rede sein.

VSD20

Es fehlte nach meinem Dafürhalten ein gelungener Kompromiss aus diesen beiden Varianten:
Ein nicht rein Action-orientiertes Spielsystem, welches dem "Helden" fast jede gewünschte Aktion ermöglicht - dabei aber mit einer minimalen Menge an Charakterwerten und Regeln auskommt. Genau dieses Ziel verfolgt VSD20!
Bestimmte Dinge müssen natürlich auch bei diesem System reglementiert werden, um Diskussionen zu vermeiden. Mit gerade einmal 20 A4-Seiten an Grundregeln gehört VSD20 aber definitiv zu den Leichtgewichten unter den Rollenspielen - auch wenn die Anhänge zu den Waffen und Ausrüstungsgegenständen sowie zur Magie noch hinzugerechnet werden müssen. Und dort, wo die Regeln im Einzelfall einmal nicht weiterhelfen sollten, genügt zumeist der gesunde Menschenverstand. ;)

Zielgruppe

VSD20 wendet sich an alle, die von einem "Rollenspiel" mehr erwarten als epische Kämpfe gegen zahllose Feinde - denen die monströsen Regelwerke der ersten Kategorie aber die Lust und den Spaß am Spiel verderben.
Es eignet sich aber auch für den klassischen "Dungeon Crawl" - bietet speziell im Vergleich zu Brettspielen jedoch wesentlich mehr Möglichkeiten, die verschiedenen Fähigkeiten der Helden zu zur Geltung zun bringen: So kann man z.B. verschlossene Türen über das Attribut Kraft aufbrechen. oder - eleganter - mit Fingerfertigkeit knacken. Diebe können durch Schleichen das Gelände auskundschaften; manche Hindernisse müssen per Geschicklichkeit überwunden werden (etwa der glischige Baumstamm über einen Bach), Charisma entscheidet über den Verlauf von Dialogen mit Charakteren... die Liste ist beliebig erweiterbar.

Flexibilität und schneller Spielfluss gehen also zu Lasten einer umfassenden Realitätssimulation, die auf das allernotwendigste reduziert und verallgemeinert wurde. Wer sich daran nicht stört, wird die Vorzüge von VSD20 schnell zu schätzen wissen.

Nachteile

Dass VSD20 keine weitgehende Simulation der Realität ist, mögen viele als Nachteil betrachten - vor allem diejenigen, die Erfahrung mit den "großen", namhaften Regelwerken haben. Wem das zu primitiv erscheint, muss es ja nicht einsetzen. ;)
Ein "echter" Nachteil ist allerdings, dass es bei VSD20 bis jetzt noch kein Verfahren zum "Stufenaufstieg" der Helden gibt, wie es bei den meisten anderen Systemen üblich ist. Noch - daran wird allerdings gearbeitet!

So, und jetzt viel Spaß mit dem "Very Simple D20" Rollenspielsystem!

Dieter "Belushi" Rausch












Fortschritt ist der Weg vom Primitiven über das Komplexe zum Einfachen!

Dieses Zitat wird in kleinen Abweichungen sowohl Wernher von Braun, Albert Einstein als auch Antoine de Saint-Exupery zugeschrieben.